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Der Heilige
Benedikt von Norcia (S. Benedetto di Norcia)
wuchs in einer wohlhabenden Familie römischen Ursprungs in Norcia
(Umbrien) auf. Von seinen Eltern wurde er im Kindesalter nach Rom
zum Studieren geschickt; der Sittenverfall, dem er in der Ewigen
Stadt begegnete lies in allerdings am weltlichen Lebensstil
zweifeln, er wandte sich Gott zu und zog mit ein paar Einsiedlern
in die Berge.
Rund um das Jahr 500 zog er dann alleine in eine Höhle in
die Nähe von Subiaco, in der er drei Jahre verbrachte.
Über dieser Höhle, die auch Santo Speco genannt
wird, befindet sich heute das Kloster
San Benedetto. Es ist eines von einst dreizehn, die er
zwischen dem Jahr 500 und 529 (das Jahr, in dem er auf den Monte
Cassino zog, um dort das Kloster zu gründen, welches heute als
"Mutterkloster" des Benediktinerordens gilt (und im
zweiten Weltkrieg zum traurigen Schauplatz der deutschen Besatzung
wurde). Neben San Benedetto ist nur ein weiteres dieser Klöster
erhalten - die Abtei Santa Scolastica, der Zwillingsschwester
Benedikts gewidmet, welcher das Kloster auch untersteht.

Das Kloster
schmiegt sich eng an den Hang des Tales, man könnte auch meinen,
es wehre sich mit Händen und Füßen (bzw. mit den neun Bögen,
auf denen es erbaut ist) dagegen, ins Tal hinunterzurutschen.
Papst Pius II. bezeichnete es bei einem Besuch 1461 als
"Schwalbennest". Bekannt ist es natürlich vor allem
wegen der Grotte (auch grotta della preghiera,
"Gebetshöhle" genannt, welche den Mittelpunkt des
Klosters darstellt. Aber auch die beiden Kirchen sind aufgrund
ihrer vielen Fresken aus dem 13. (Unterkirche) und
dem 14. Jahrhundert (Oberkirche) sehr sehenswert. In einer
der angegliederten Kapellen befindet sich ein Fresko, welches den Heiligen
Franziskus von Assisi noch zu seinen Lebzeiten abbildet, als
er 1223 auf der Durchreise im Kloster Halt machte: Er wird darauf
ohne Heiligenschein und Wundmale dargestellt.

Im kleinen Hof
neben der Oberkirche werden der Tradition nach ein paar Krähen
gehalten: Als man ihn mit vergiftetem Brot ermorden wollte, raubte
ihm der Legende nach eine Krähe dieses Brot und rettete ihm somit
das Leben.
Nicht nur das
Kloster an sich, auch die Umgebung, in welche es
eingebettet ist, lohnen einen Besuch. Wer oben angegebenem Link
folgt, kann sich davon schon Mal einen Eindruck machen.

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